Sendestandards

Mittlerweile haben sich zwei Sendestandards etabliert: Das herkömmliche GSM-System wird nach und nach durch UMTS abgelöst – der Mobilfunknorm der "3. Generation". Für Normaltelefonierer hat das praktisch keine Vor- und Nachteile, da man über beide Systeme nach wie vor telefonieren kann. Die Besonderheit von UMTS ist vornehmlich die höhere Datenmenge, die übertragen werden kann. Wer also per Mobilfunk ins Internet geht, kann hier mit Übertragungsraten rechnen, die einem einfachen DSL-Anschluss nahe kommen. GSM bietet maximal ISDN-Geschwindigkeit.

Höhere Übertragungsraten bringen letztlich auch für die Mobilfunkanbieter Vorteile: Sie können mehr Gespräche gleichzeitig über einen Kanal schicken. Die daraus resultierende Ersparnis könnten sie daher in Form von geringeren Gebühren an den Kunden weitergeben.

Doch bis das alles soweit ist, können Kunden, die nur telefonieren möchten, beruhigt auch weiterhin zu Handys greifen, die nur GSM unterstützen. Auch jedes UMTS-Handy unterstützt GSM – schon allein deshalb, weil UMTS noch lange nicht flächendeckend zur Verfügung steht.

Im GSM-Bereich gibt es jedoch die unterschiedlichen Frequenzen zu beachten. In Deutschland gibt es die D- und E-Netze, die auf 900 bzw. 1800 MHz betrieben werden. Jedes aktuell auf dem Markt erhältliche Handy unterstützt diese beiden Bänder. Damit ist man auch in anderen europäischen Ländern, sowie in Asien, Afrika und Australien auf der sicheren Seite. Auf dem amerikanischen Kontinent setzt man hingegen auf die Frequenzbereiche 850 und 1900 MHz, die nicht von allen hierzulande verkauften Geräten unterstützt werden. Der Hinweis "Triband" oder "Quadband" verweist in der Regel auf die Tauglichkeit für 850 MHz bzw. 850 und 1900 MHz.

Wenn es um die reine Datenübertragung geht, dann verwirren die Anbieter mit weiteren Abkürzungen. Im GSM-Netz stoßen Sie zunächst auf GPRS – das ist die grundsätzliche Technik, auf die Datenübertragung mittlerweile beruhen. Dabei wird keine permanente Telefonverbindung aufgebaut, sondern die Daten wie im Internet in kleinen Paketen nach Bedarf übermittelt. Daher erfolgt eine Abrechnung in der Regel nach der übertragenen Datenmenge, nicht der Zeit. Unterstützt das Handy (und das Netz) EDGE, dann sind Übertragungsraten bis rund 200 kbit/s möglich. Im UMTS-Netz, das übrigens gelegentlich auch nach seiner Übertragungstechnik WCDMA oder schlicht 3G benannt wird, sind Datenraten bis 384 kbit/s möglich. Steht dort HSDPA zur Verfügung, was dann bisweilen auch unter dem Namen 3.5G in Erscheinung tritt, sind sogar 3,6 Mbit/s drin, was nach und nach auf 7,2 Mbit/s ausgebaut wird.